Kulturmanagement aus Leidenschaft - Christoph Stuehn - Love my job
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Christoph Stuehn – Hüter Schweizer Kultur

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13 Dez Christoph Stuehn – Hüter Schweizer Kultur

Als Kind wollte er zuerst Papst, dann Bankdirektor werden. Aus beidem ist nichts geworden, doch fand er seine Berufung im Kulturmanagement und machte sein Hobby zu seinem Beruf.

Der Traumjob deiner Kindheit?

Als Kind wollte ich zuerst Pfarrer und später dann Bankdirektor werden. Es hat mich fasziniert, jeden Tag Geld zählen zu dürfen. Im Rückblick betrachtet, wäre ich wohl in beiden Positionen eine Fehlbesetzung gewesen. Nicht weil ich nicht gern von der „Kanzel sprechen würde“ – böse Zungen behaupten gar, ich hätte etwas Pastorales – aber andere Aspekte des Pfarrerberufes wären mit meinem heutigen Leben wohl nicht ideal vereinbar. Zudem interessieren mich seit vielen Jahren Kreativität, Kultur und Geist. Und diese bedeuten mir mehr, als Geld und die Bibel.

 

Zur Verwirklichung des beruflichen Traums gehört aus meiner Erfahrung eine Mischung aus Kompetenz, Leidenschaft, Offenheit, Fleiss aber auch eine Portion Glück.

 

Dein erster Job?

Im Alter von 13 Jahren habe ich begonnen, im kleinen Supermarkt unseres Dorfes zu arbeiten. Regale auffüllen, Waren auszeichnen, in der Backstube aushelfen, Kassendienst und viele anderen Aufgaben haben diese Jahre zu sehr lehrreichen gemacht. Insbesondere der frühe Kundenkontakt und die Dienstleistungsorientierung haben mich sehr geprägt. Zudem konnte ich mir mit dem Taschengeld schon früh die Jeans meiner Wahl kaufen und nicht Mamas „Familien-Spar-Version“.

Was machst du heute?

Heute habe ich das grosse Privileg, dass ich seit vielen Jahren im Kulturbereich meine berufliche Heimat gefunden habe. Nach meinem Ökonomiestudium an der Universität St. Gallen war es immer mein Traum, möglichst bald ins Kulturmanagement einsteigen zu können. Nach unvergesslichen Jahren im Schauspielhaus Zürich und später im Schweizerischen Nationalmuseum leite ich mittlerweile Memoriav, den nationalen Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturerbes der Schweiz. Ich beschäftige mich also mit der für unsere Gesellschaft sehr wichtigen Fragestellung, wie wir unsere Kulturgeschichte anhand von audiovisuellen Dokumenten langfristig erhalten und überliefern können. Das ist eine sehr komplexe und herausfordernde Arbeit.

Was macht dein aktueller Job zu deinem Traumjob?

Mein Beruf ist im wahrsten Sinne Berufung. In meiner Kindheit und Jugend habe ich leistungsmässig Geige gespielt und mich dennoch später für ein Wirtschaftsstudium entschieden – verbunden mit dem Traum, später einmal Wirtschaft und Kultur in meiner Arbeit verbinden zu können.

 

Nimm Dein Schicksal in die Hand – jeden Tag sollten wir JA sagen können, zu dem was wir tun und wie wir leben. Wenn dem mittel- und langfristig nicht so ist, dann wird es Zeit, etwas zu ändern!

 

Neben viel Herzblut und Schweiss, wie hast du deinen Traum verwirklicht? 

Zur Verwirklichung des (beruflichen) Traums gehört aus meiner Erfahrung eine Mischung aus Kompetenz, Leidenschaft, Offenheit, Fleiss aber auch eine Portion Glück. All diese Faktoren haben bei mir eine Rolle gespielt. Zudem hatte ich das grosse Glück, einen Mentor und Förderer an meiner Seite zu haben, der mich beruflich aufgebaut und gefördert hat. Ein weiterer Aspekt ist sicherlich der Charakter und das Auftreten und „wie man sich verkauft“. Ich bin wohl nicht überdurchschnittlich intelligent, aber offenbar gelingt es mir immer wieder, durch meine Art Menschen für meine Arbeit begeistern zu können. Ich bin ein Netzwerker aus Leidenschaft und habe zu grossen Teilen mein Hobby zum Beruf gemacht, was in meinem beruflichen Umfeld ebenfalls eine wichtige Eigenschaft ist, seine Ziele zu erreichen bzw. zu übertreffen.

Dein Tipp für alle, die noch auf der Suche nach ihrem Traumjob sind?

Höre auch auf Dein Herz und Dein Bachgefühl und nicht nur auf den Geldbeutel oder andere Statusfaktoren. Der Lohn für die tägliche Arbeit sollte zu einem möglichst kleinen Anteil als „Schmerzensgeld“ wahrgenommen werden. Viele Menschen sind unglücklich im Job, aber nicht bereit oder fähig, etwas daran zu ändern. Nimm Dein Schicksal in die Hand – jeden Tag sollten wir JA sagen können, zu dem was wir tun und wie wir leben. Wenn dem mittel- und langfristig nicht so ist, dann wird es Zeit, etwas zu ändern!

Im audiovisuellen Kulturgut der Schweiz stöbern: www.memoriav.ch

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