Viviane Lichtenberger - Modern City Guide - Love my job
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Viviane Lichtenberger – Modern City Guide

Viviane Lichtenberger

07 Apr Viviane Lichtenberger – Modern City Guide

„So eine Zufriedenheit mit sich selbst und dem Job sehe ich in meinem Umfeld leider viel zu selten.“ Grund genug, sich von Viviane inspirieren zu lassen.

Der Traumjob deiner Kindheit?

Als ich ganz klein war, wollte ich Astronautin werden. Irgendwann war dann der Wunsch, Flight Attend zu werden, ganz gross. Obwohl ich mir das heute beim besten Willen nicht vorstellen könnte. Aber ich wollte wohl einfach reisen und über den Wolken schweben. Danach wollte ich Journalistin werden oder immerhin im Bereich Sprachen etwas machen — zeitgleich habe ich realisiert, dass meine Grossmutter auf den Philippinen eine bekannte Journalistin und Schriftstellerin war, als mir meine Mama Bücher von ihr geschenkt hat.

Dein erster Job?

Ich habe als Teenager schon immer ein bisschen rumgejobbt und zum Beispiel in einer Fabrikhalle an einem Fliessband gearbeitet – der langweiligste Job überhaupt, aber so habe ich meine Batzeli verdient. Mein erster richtiger Job war als Serviceangestellte in einem Restaurant in Zermatt. Danach bin ich ein bisschen herumgereist und kam dann für eine zweite Wintersaison nach Zermatt zurück.

Was machst du heute?

Ich arbeite in der Redaktion bei Ron Orp Zürich und bin dort Projektleiterin. Konkret heisst das: Ich schreibe und plane redaktionelle Inhalte für die Webseite und den Newsletter, betreue und manage Kunden-Projekte, organisiere Events und arbeite auf den Social Media Kanälen mit.

Was macht deinen aktuellen Job zu deinem Traumjob?

Ich habe wohl eines der besten Teams, das ich mir überhaupt vorstellen kann. Der Umgang zwischen uns ist extrem familiär und ich habe wohl noch nie in so einem lebenslustigen Büro gearbeitet, in dem ich so viel lachen durfte. Wir unternehmen auch einiges zusammen, sei es vom Team-Lunch, zum Skiweekend, einem Wettkampf à la Takeshis Castle oder einem Beer-Pong-Duell. Wenn ich also zum Beispiel viel zu tun habe, gibt es immer noch meine Arbeitskollegen, mit denen ich lachen kann und das hat die Arbeit, bzw. den Stress, schon oft enorm angenehmer gemacht.

Was ich an meinem Job liebe, ist die Vielseitigkeit meiner Arbeitsbereiche und das mir meine Chefs sehr viel zutrauen und Freiraum lassen, wenn ich selber etwas Cooles auf die Beine stellen möchte. Wenn man bei uns arbeitet und eine tolle Idee hat, z.B. für einen Event, darf und soll man auf das Netzwerk meiner beiden Chefs und Ron Orp zurückgreifen. Ron Orp öffnet also viele Türen und unterstützt uns auch, wenn wir etwas aus Eigeninitiative auf die Beine stellen möchten. Für mich ergibt sich dadurch nicht nur eine Vielseitigkeit, sondern äusserst viele Möglichkeiten, eigene Projekte zu verwirklichen.

Neben viel Herzblut und Schweiss, wie hast du deinen Traum verwirklicht?

Ich glaube, ich hatte einfach sehr viel Glück. Nein, im Ernst: Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dass ich bereits in meinem Bereich gearbeitet habe, war sicher von Vorteil: Ich habe davor für zwei Magazine und eine Tageszeitung geschrieben, war ehrenamtlich für die PR bei einem Bandcontest tätig und habe bei der SBB auf der Medienstelle ein Praktikum absolviert. Ausserdem wurde ich auf Reisen und durch einen einjährigen Auslandsaufenthalt in Kopenhagen ganz schön weltoffen, was sich für meine Position bestimmt auch auszahlt. Dass ich Journalismus und Organisationskommunikation studiert habe, war für meine Chefs übrigens zweitrangig.

Dein Tipp für alle, die noch auf der Suche nach ihrem Traumjob sind?

An sich zu glauben und zu „gehen“, sollte es nicht mehr passen. Das zu tun, was man gerne mit Leidenschaft und Herzblut tut, egal was es ist. Rückschläge als Erfahrung annehmen und dennoch weitermachen. Sich nicht von anderen aufhalten lassen. So viele Erfahrungen im Traumjob sammeln, wie nur möglich – eventuell auch mal ehrenamtlich. Und ganz wichtig: Keine Angst zu haben, vor neuen, unbekannten Türen, sondern auch einfach mal ein Türchen mit Mut öffnen. Durch die Tür zurückgehen kann man immer noch.

Wen sollten wir als nächstes portraitieren? Was inspiriert dich an ihnen?

Wenn ich mir das so überlege, fallen mir spontan vier Freunde aus Basel ein — vier befreundete Jungs, die alle zusammen unter einem Dach wohnen. Der eine ist DJ und Musikproduzent, der andere Journalist, der dritte arbeitet bei der Fondation Beyeler im Bereich Projekt-Management und legt zwischendurch als DJ auf und der vierte hat bis vor Kurzem für eine Kunstgalerie gearbeitet und ist ebenfalls Hobby-DJ.

Was ich an ihnen bewundere, ist ihre Ausgeglichenheit und ihr Mut. Zum Beispiel der DJ und Musikproduzent: Er lebt für und glaubt an seinen Traum, obwohl er schon oft „unten durch“ musste, auch was Kommentare von seinem Bekanntenkreis anbelangt („Willst du nicht mal was Richtiges machen?“ & Co.). In meinen Augen braucht das viel Mut, auch weil man nicht immer weiss, wie viel Geld im nächsten Monat grad reinkommt. Und genau dem zolle ich einiges an Respekt — an sich zu glauben und dem zu folgen, egal was kommen mag.

Wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, ist dies in unserer Generation irgendwie besonders schwierig: Ausgeglichen zu sein und nicht immer „mehr“ zu wollen, bzw. ständig über den eigenen Job oder das Leben zu motzen oder schlicht unzufrieden zu sein, weil man nicht weiss, was man will. Die vier Jungs sind in meinen Augen genau der Gegenpol dazu und sind obendrauf supercool und relaxt. Ausserdem schaffen es drei von ihnen, regelmässig lange in die (Surf-)Ferien zu gehen und dies mit ihrem Job zu kombinieren. Wahrscheinlich sind sie deshalb so ausgeglichen (lacht).

Aber, ernsthaft: So eine Zufriedenheit mit sich selbst und dem Job sehe ich in meinem Umfeld leider viel zu selten. Ob es jetzt bei drei der Jungs am vielen Reisen liegt oder nicht; auch das mussten sie sich erarbeiten.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du Viviane’s Arbeit noch nicht kennen solltest: ronorp.net

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