Matthias Pugin - Wenn aus Ideen Produkte entstehen - Love my job
16194
single,single-post,postid-16194,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-7.7,wpb-js-composer js-comp-ver-4.7.4,vc_responsive

Matthias Pugin – Wenn aus Ideen Produkte entstehen

MatthiasPugin

15 Aug Matthias Pugin – Wenn aus Ideen Produkte entstehen

„Ich denke, dass ich meine Arbeit dermassen liebe liegt daran, dass ich nicht in einem Satz erklären kann, was ich mache.“

Der Traumjob deiner Kindheit?

In meiner Kindheit wollte ich neue Legoprodukte entwerfen. Mir war damals nicht klar, dass das tatsächlich ein Job ist. Dieser Wunsch trat mit der Zeit in den Hintergrund und machte anderen gestalterischen Berufen Platz. Im Vorkurs gab es jeweils am Freitag einen Kurs, an dem verschiedene Berufe vorgestellt wurden. Erst da wurde mir so richtig bewusst, dass Produkte gestalten tatsächlich ein Beruf ist. Das hat meinem Wunsch wieder Leben eingehaucht.

Dein erster Job?

Ich glaube mein erster Job war Plakatieren. Allerdings wurde ich bereits beim Aufhängen des ersten Plakates von der Polizei erwischt und musste mit auf den Posten. Kurze Karriere. Wahrscheinlich war der erste richtige Job eher Babysitter.

Nach der FH für Industrial Design arbeitete ich zwei Jahre für ein Designbüro in Basel und Köln. Das Büro war spezialisiert auf die Gestaltung von Wohnmobilen. Das war überhaupt nicht meine Welt. Ich hatte noch nicht mal einen Führerschein. Der Job war aber trotzdem sehr wichtig für mich, da ich extrem viel lernen konnte. Vor allem aber wurde mir dort bewusst, dass ich nicht für eine Festanstellung geschaffen bin. Das war eine wichtige Weiche für meinen weiteren Werdegang.

Was machst du heute?

Heute arbeite ich als selbständiger Produktdesigner. Ich gestalte Möbel, helfe anderen Designbüros bei der Entwicklung ihrer Produkte, mache Produktvisualisierungen oder verbringe die Zeit in der Werkstatt. Mit Ahoimotion.ch zusammen mache ich hin und wieder Animationen für Ausstellungen oder Firmenvideos. Daneben kümmere ich mich um die Designprojekte bei Break Through, einer Innovationsfirma aus Basel. Vor kurzem musste ich leider meinen Nebenjob bei Büchler Trommelbau aufgeben. Dort durfte ich Trommeln bauen, schreinern, löten und in der Lederwerkstatt arbeiten. Das war eine wunderschöne Arbeit. Leider wurde mir die Zeit zu knapp.

Was macht deinen aktuellen Job zu deinem Traumjob?

Ich liebe die Abwechslung. Jeder Auftrag bringt etwas Neues, erfordert, dass ich mich weiterbilde und erweitert meine Fähigkeiten. Ich denke, dass ich meine Arbeit dermassen liebe liegt daran, dass ich nicht in einem Satz erklären kann, was ich mache. In einer Woche sitze ich 12 Stunden am Tag vor dem Computer und studiere an einem kleinen Detail eines neuen Stuhls herum. In der nächste Woche schreinere ich irgendetwas. Oder ich versuche, eine neue Steckdose zu entwickeln. Das waren jetzt zwar mehrere Sätze, aber auch sie vermögen die gesamte Breite meiner Tätigkeit nicht zu erfassen. Ich gehe am liebsten arbeiten, wenn ich keine Ahnung habe, wie ich den Job erledigen soll.

Neben viel Herzblut und Schweiss, wie hast du deinen Traum verwirklicht?

Ich habe keine Ahnung. Ich habe mich für einen Beruf entschieden, den ich auch machen würde, wenn ich genug Geld hätte, um nie arbeiten zu müssen. Ich mache das, worauf ich Lust habe. Das ist wirtschaftlich nicht die beste Einstellung, aber ich freue mich Sonntag Abend darauf, montags früh aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Ich arbeite sehr viel aber es fühlt sich selten so an. Ich glaube, ich bin meiner Leidenschaft gefolgt und habe Glück, dass es Leute gibt, die mich dafür bezahlen.

Dein Tipp für alle, die noch auf der Suche nach ihrem Traumjob sind?

Ich glaube bei der Jobsuche ist das Sprichwort ‚der Weg ist das Ziel‘ absolut nicht angebracht. Wenn du deinen Job nach dem Weg und nicht nach dem Ziel wählst ist die Chance relativ gross, dass du nie dort ankommst, wo du gerne hin willst.

Wen sollten wir als nächstes portraitieren? Was inspiriert dich an ihm?

Ich könnte einige Leute aus meinem nahen Umfeld nennen. Viele davon arbeiten in ähnlichen Gebieten wie ich. Ich würde allerdings gerne etwas über einen Job hören von dem ich mir nicht vorstellen kann, wie man dessen Anforderungen gerecht werden kann. Deswegen wähle ich Adil Koller, Präsident der SP Baselland. Ich war früher Leiter in der Jungwacht und Adil war einer der Jungs in meiner Gruppe. Ich habe zwar zuvor gesagt, dass ich mich am wohlsten fühle, wenn ich nicht weiss, wie ich einen Job erledigen soll. Aber vor Adils Aufgabe hätte ich Angst.

Im breiten Schaffen von Matthias stöbern: www.studiopugin.ch

Finde den Job, den du wirklich liebst. Mit yooture. Alle Jobs der Schweiz in einer App. Ganz ohne mühsame Suche. App laden und passende Jobvorschläge erhalten.

iOS1x   Android1x